Felix, William und die Elfen (2006) – Photo-Galerie Bernd Schumacher
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Produktionen

"Felix, William und die Elfen (2006)"

Ein Ballett-Theater-Collage  mit Musik von Felix Mendelssohn
und Motiven und Texten von W. Shakespeare

 

Felix – Das ist Felix Mendelssohn Bartholdy (Komponist, 1806-1847). Im Alter zwischen 11 und 16 Jahren hat er bereits 4 eigene Singspiele, 13 Streichersinfonien, 3 Doppelkonzerte, 2 Solokonzerte u.a. bei den in seinem Eltern Haus eingerichteten, stadtbekannten „Sonntagsmusiken“ aufgeführt. In diesem gesellschaftlichen Rahmen, zu dessen Gästen auch  Alexander von Humboldt, Hegel, Heinrich Heine und E.T.A. Hoffmann (der Autor des „Nussknacker und Mausekönig“ N.B.!) zählen, stellt er, gerade 16 Jahre alt, die vierhändige Klavierfassung der Sommernachtstraum-Ouverture vor, zusammen mit seiner geliebten Schwester Fanny. Schon 1 Jahr später wird die Orchesterfassung, so wie wir sie heute kennen,  in Stettin öffentlich uraufgeführt. Der Komponist P.I. Tschaikovsky selbst muß 1872 die „Tatsache konstatieren, daß wir… noch immer von dem Lichte zehren, das von dem Genie Mendelssohn … ausgeht.“ – Auffällig häufig finden wir in den Überlieferungen betreffend Mendelssohns Musik und Persönlichkeit Charakteristika, die an die Eigenschaften von sog. „Lichtelfen“ erinnern: Mendelssohn sei eine „Lichtgestalt“ (F. Hiller, M.’s Freund); „der hellste Musiker, der die Widersprüche der Zeit … zuerst versöhnt“ (Robert Schumann 1840), seine reine klar gestaltete Musik voll der „Formschönheit“ ( E. Hanslick, 1858) mit einer „Mischung aus Grazie und Humor“ (Alfred Einstein, 1950), mit der „Wahrheit des Ausdrucks, des Empfindungslebens“ von einem „auch menschlich durch und durch vornehmen Künstler“ (Max Reger, 1909).

William – das ist William Shakespeare (Theaterautor, 1564-1616). Die Inspirationsquellen von Shakespeares „A Midsummer Night’s Dream“ von 1593/94 finden sich in Plutarchs “Vita”, Ovids “Metamorphosen”, und im zeitgenössischen Volksglauben, der den Maifeiertag (Spielzeit der Komödie) und die Mittsommernacht mit phantastischen Vorstellungen (z.B. von Elfen) verband. Mendelssohn und seine Schwester Fanny verleibten sich geradezu als Kinder das Stück mit ihren Freunden spielend ein, indem sie die Texte mit verteilten Rollen lasen.

Und die Elfen - im Mittelalter bekamen germanische Mädchen und Jungen oft  Vornamen wie Alpho, Albheidis oder Alf, damit die Elfen sie beschützen sollten.
-Denn die Elfen hießen ursprünglich eigentlich Alb, und das bedeutet wörtlich: weiß.
-Sie sind so weiß wie ihre Lieblingstiere, der Schwan und das Einhorn.
-Elfen wohnen im Luftreich Alfheim, aber auch in Wäldern, auf Wiesen, in Bäumen und in Tumuli, das sind keltische Hügel.
-Sie sollen sich von Milch und Safran ernähren.
-Sie kennen alle Geheimnisse der Natur, die Kräfte des Wassers und die Eigenschaften der Pflanzen.
-Sie sind lieb und menschenfreundlich, doch sie können sehr wütend werden, wenn Menschen ihren Lebensraum besudeln.
-Sie lieben die Ruhe, damit sie den Gesängen der Vögel, dem Rauschen des Windes und des Regens in den Bäumen und dem Funkeln der Sterne lauschen können.
-Sie schätzen Ehrlichkeit und Treue über alles.
-Und: Elfen verehren die Schönheit. In Allem.
-Deshalb lieben sie auch ganz besonders den Tanz und die Musik…
(Quelle: Brockhaus, 1908, und diverse Elfenbücher)

 

Musik:
Felix Mendelssohn, Ouverture, Elfenmarsch, Scherzo, Wedding March und Finale aus „ A Midsummer Night’s Dream“
F. Mendelssohn, Lieder ohne Worte Op. 38, No 2 und Op. 67 No 2
Michel Farinelli, Faronell’s Division (1685), Bearbeitung und Zwischenspiel: H. Timpelan
Florie Brown, Irish trad., „Idir Deighric ‚Gus Breo“, „Kitchen Girl“, „Gravel Walk“
Thoinot Arbeau, Pavane “Belle, qui tiens ma vie”, “Gaillarde”, Branle de Bourgogne ( Bearbeitung H. Timpelan)
J.Haydn, Divertimento in C major
W.A. Mozart, Türkischer Marsch
Bühnentexte aus:
W. Shakespeare, Ein Sommernachtstraum
Über Elfen (Brockhaus u.a.)
Mendelssohn in Selbstzeugnissen
Choreographie, Inszenierung u. Gesamtleitung: Evelyn JL.Puefken
Kostümentwürfe: Liesel Maas
Beleuchtung: Jürgen Klaschka
Scheinwerfer: Felix Esch
Ton: Renate Scriba
Musikaufnahme/-bearbeitung: Manfred Thorenz
Eltern-Organisation: Gudrun Kessler, Meike Hansen
Als Gäste: Burga Schall (Rezitation, Tanz),Mami Kuramada (Cembalo),Lee Forrest Ferguson (Perkussionen)
Es tanzen und spielen: Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen der Klassen Ballett, Kastagnetten, Barock und modern
Des Tanz- & Ballettprojekts Häusern und des Kinder- & Jugendballetts Freiburg-Opfingen