Kastagnetten – ein Konzert- und Tanz-Instrument
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Kastagnetten - ein Konzert- und Tanz-Instrument

Kastagnetten sind eines der ältesten Instrumente der Welt und finden sich in unterschiedlichen Formen bei allen Kulturen rund um den Globus. Durch ihre sprichwörtliche Handlichkeit sind sie das ideale Instrument für den Tanz. Sie schulen dabei nicht nur Rhythmusgefühl, Feinmotorik und Koordination, sondern stärken darüber hinaus Körperhaltung und Fingertechnik auch für andereInstrumente (wie z.B. Klavier oder Geige) und können zudem auch virtuos als eigenständiges Instrument gespielt werden.

Unterrichtsinhalte sind: Spieltechnik, Rhythmen, Port de bras (Armführungen, welche im 18./19. Jh. vom klassischen Ballett übernommen wurden), Koordination mit Tanz, sowie die Erarbeitung von komponierten Spielstücken (fixiert in einer eigenständigen Kastagnetten-Notation) und Einführung in das „Ex tempore“-Spiel, das Improvisieren.

Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene.

Stichworte zur Geschichte:
In Japan besagt eine alte Legende, die Kastagnette sei die „Mutter aller Instrumente“. Auch die griechischen
Philosophen der Antike, Wegbereiter unserer westlichen Kultur, wußten nicht nur um den erzieherischen Wert der Perkussionen und ihrer Rhythmen, sondern auch um ihre die Lebenskräfte mobilisierende Wirkung, und nicht zuletzt: um den „Spaßfaktor“! Auch im antiken Rom sollen „adlige Kinder und junge Mädchen“ mit „Crotales“ (einer alten Kastagnettenart) getanzt haben.

Form, Material und Spieltechnik haben einen langen internationalen Entwicklungsweg zurückgelegt, um zu jener Gefäßklapper zu führen, die wir heute als sog. „Spanische“ Kastagnette kennen. Und welche später ihre historisch verbriefte neue Blütezeit unter Louis XIV – der auch selbst Kastagnetten gespielt haben soll! -  im Frankreich des 17./18. Jahrhunderts erlebte ( siehe auch „Historischer Tanz“). Im 19. Jahrhundert entfachte dann die österreichische Ballett-Tänzerin Fanny Elßler eine wahre „Kastagnettomanie“ in Europa, als sie die raffinierten Kastagnettentänze der so unterschiedlichen spanischen Regionen für die Ballettbühne entdeckte. Es sind jene alten Tänze der iberischen Völker– ( nicht etwa der relativ junge Flamenco, mit dem die Kastagnetten oft fälschlich
assoziiert werden) - und eine Art getanzte Kastagnetten-Konzerte, mit denen nach dem 2. Weltkrieg der Tanz- und Kastagnetten-Virtuose José de Udaeta  (mit einem Auftritt im Freiburger Theater!) seine Pionierarbeit in Deutschland begann und den kleinen Hölzchen im 21. Jahrhundert zu weltweitem Ruhm und Ansehen verhalf.

Zur detaillierten Geschichte und Spieltechnik der Castagnetten siehe auch unter:

www.evelyn-jl-puefken.de/castagnetten-kastagnetten/